Gender-Theorie

Vatikan warnt vor Geschlechter-„Auslöschung“

Rom. Dass die katholische Kirche in geschlechtlichen Fragen eine klare Haltung hat, war bekannt. Jetzt wird der Vatikan wieder deutlich – und kritisiert eine „Gender-Ideologie“, die unterschiedliche Geschlechter auslöschen wolle.

In einem Papier namens „Als Mann und Frau schuf er sie“ klagt die Bildungskongregation für die katholische Lehre an: Die Gender-Theorie sei eine „Ideologie, die den Unterschied (...) in der Natur eines Mannes und einer Frau leugnet und eine Gesellschaft ohne geschlechtliche Unterschiede vorsieht und somit die anthropologische Grundlage der Familie eliminiert“.

Geschlechterunterschiede seien nicht als „bloße historisch-kulturelle Konditionierung“ zu verstehen, heißt es weiter. Die Autoren wenden sich zudem gegen die „fiktive Konstruktion eines neutralen oder dritten Geschlechts“. Die freie Geschlechterwahl sei nur Ausdruck „momentaner Sehnsüchte“. Lesben- und Schwulenverbände reagierten entsetzt. „Der Vatikan bleibt im Mittelalter“, hieß es etwa.

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