Caracas

Erste Hilfsgüter für Venezuela

Caracas. Nach wochenlangem Ringen um humanitäre Unterstützung für Venezuela hat das Rote Kreuz erste Hilfsgüter in dem südamerikanischen Krisenland verteilt. Mitarbeiter der Hilfsorganisation brachten gestern Trinkwasser und Tabletten zur Wasserreinigung in verschiedene Viertel der Hauptstadt Caracas.

„Ich bin sehr froh, dass die humanitäre Hilfe eingetroffen ist“, sagte ein Mann im Sender TVV.

Zuvor war ein Flugzeug mit Medikamenten und Stromgeneratoren an Bord auf dem Flughafen von Caracas gelandet, wie das Rote Kreuz über Twitter mitteilte. Die aus Panama eingeflogene Ladung ist Teil einer Aufstockung der humanitären Hilfe für Venezuela um fast das Dreifache – auf knapp 25 Millionen Dollar (etwa 22 Millionen Euro). Dies hatte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) vor wenigen Tagen beschlossen. „Heute ist ein Tag des Erfolgs für alle Venezolaner und eine große Niederlage für den Usurpator“, sagte der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó an die Adresse von Staatschef Nicolás Maduro. „Die humanitäre Hilfe ist eingetroffen, weil wir alle wie ein geeintes Volk gekämpft haben. Jetzt müssen wir sicherstellen, dass sie bei jenen ankommt, die sie am dringendsten benötigen, und nicht für Erpressung missbraucht wird.“

Guaidó und Maduro liefern sich seit Januar einen erbitterten Machtkampf. Zwar haben bereits zahlreiche Staaten Guaidó als rechtmäßigen Übergangspräsidenten anerkannt, aber in Venezuela konnte er Maduro bislang noch nicht gefährlich werden. Vor allem das mächtige Militär hält dem sozialistischen Staatschef weiterhin die Treue. Guaidó fordert demokratische Wahlen.

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