Barmer-Studie

Regionales Gefälle bei der Zahnversorgung

Diese Frau leidet unter Zahnschmerzen. Um solchen Beschwerden vorzubeugen, sollte man einmal im Jahr zur Kontrolle zum Zahnarzt gehen. Doch darauf verzichten in Deutschland viele, wie eine Studie zeigt. FOTO: Getty Images/ iStockphoto / AndreyPopov

Berlin. Westdeutsche gehen einer Studie zufolge seltener zum Zahnarzt als Ostdeutsche. Zudem ist der Zahnersatz im Osten deutlich günstiger als im Westen.

Zeig mir deine Zähne, und ich sage dir, wo du wohnst. Diesen Schluss legt eine am Donnerstag veröffentlichte Untersuchung der Krankenkasse Barmer nahe. Demnach gibt es in Deutschland große regionale Unterschiede bei der Zahnversorgung.

Wer geht besonders häufig zum Zahnarzt?

Am häufigsten lassen sich die Ostdeutschen in die Zähne schauen. Spitzenreiter ist Sachsen. 2017 gingen dort 77,1 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt. Im Osten insgesamt liegt die Quote bei gut 75 Prozent. Im Westen kommen die beiden Spitzenreiter Bayern und Baden-Württemberg jeweils nur auf 73,7 beziehungsweise 72,2 Prozent. Mit 65,2 Prozent bilden die Saarländer das Schlusslicht unter den deutschen Ländern. Der bundesweite Schnitt liegt bei 71,5 Prozent. Eine Ursache für den Unterschied könnte sein, dass Präventionsangebote im Osten traditionell stärker genutzt würden, erklärte Barmer-Chef Christoph Straub.

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