Atomabkommen bleibt in Kraft

USA setzen Atom-Sanktionen gegen Iran weiter aus

Das Weiße Haus in Washington auf. Foto: Pablo Martinez MonsivaisFOTO: Pablo Martinez Monsivais

Washington. Die USA haben Sanktionen wegen des iranischen Atomprogramms weiter ausgesetzt und halten damit das Atomabkommen mit der Islamischen Republik am Leben. Das gab das Weiße Haus bekannt.

Das Weiße Haus hat die Sanktionen gegen den Iran für weitere 120 Tage ausgesetzt. Damit bleibt das Atomabkommen, das die Vetomächte des UN-Sicherheitsrates und Deutschland im Jahr 2015 abgeschlossen haben, in Kraft.

Die Tatsache, dass US-Präsident Donald Trump am 13. Oktober dem Iran bescheinigt hatte, den Atomdeal nicht einzuhalten, bleibt somit zunächst ohne konkrete Auswirkungen.

Trump erhob zugleich schwere Vorwürfe gegen den Iran. Teheran habe mehr als 100.000 militante Kämpfer ausgebildet und ausgerüstet, die den ganzen Nahen Osten mit Zerstörung bedrohten. Auch gegen das eigene Volk gehe die Regierung vor. „Sie lassen die eigene Bevölkerung hungern, während sie sich selbst bereichern, indem sie das Volksvermögen abschöpfen“, heißt es in einer Mitteilung Trumps. Dank des Atomdeals seien weitere 1,8 Milliarden Dollar in Regierungskanäle geflossen. Das Geld werde nun unter anderem für Waffenkäufe und Aggressionen benutzt.

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