Waffenembargo unterlaufen

UN-Bericht: Länder schicken Waffen nach Libyen

Ein Regierungssoldat inspiziert die Waffen eines Militärfahrzeugs. Foto: -/Xinhua/dpa/Archiv FOTO: -

New York. Seit Jahren sind Millionen Zivilisten in Libyen Chaos und Gewalt ausgeliefert. Nun bestätigen UN-Experten, dass Länder den Bürgerkrieg mit Waffenlieferungen anheizen. Bezüglich eines schweren Luftangriffs auf ein Flüchtlingslager geraten zwei Staaten ins Visier.

Der verheerende Bürgerkrieg in Libyen wird nach Angaben von UN-Experten durch illegale Waffenlieferungen von der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Jordanien angeheizt.

Die Länder schickten „routinemäßig und manchmal unverhohlen“ Waffen übers Mittelmeer und per Flugzeug an die beiden Kriegsparteien, das geht aus einem vertraulichen Bericht der Vereinten Nationen hervor, den die Deutsche Presse-Agentur einsehen konnte.

Die beteiligten Länder hätten das geltende Waffenembargo der UN unterlaufen. Daneben erhielten sowohl die international unterstützte Regierung des Landes in Tripolis als auch die Truppen ihres militärischen Gegenspielers, General Chalifa Haftar, militärische Ausrüstung und technische Unterstützung. Demnach setzen beide Seiten auch Kampfdrohnen ein. Ebenso hätten sie ausländische Kämpfer aus dem Tschad und dem Sudan als Verstärkung erhalten.

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