Wortwahl sorgt für Empörung

Trump sieht sich als „Lynchmord“-Opfer

US-Präsident Donald Trump nennt das gegen ihn angestrengte Amtsenthebungsverfahren „Lynchmord“. Foto: Evan Vucci/AP/dpa FOTO: Evan Vucci

Washington. US-Präsident Donald Trump hat das von den Demokraten gegen ihn angestrengte Amtsenthebungsverfahren als „Lynchmord“ bezeichnet.

Zahlreiche Abgeordnete kritisierten Trumps Wortwahl scharf. Der Begriff „Lynchmord“ wird in den USA historisch mit brutalen und rassistisch motivierten Tötungen Tausender Schwarzer in den Südstaaten in Verbindung gebracht.

Trump zeigte sich auf Twitter zuversichtlich, dass er als Sieger aus dem Amtsenthebungsverfahren hervorgehen würde. „Alle Republikaner müssen sich daran erinnern, was sie hier erleben - einen Lynchmord“, schrieb er. Trump hatte das Vorgehen gegen ihn Anfang Oktober bereits als „Putsch“ bezeichnet.

Ein demokratischer Abgeordneter aus Texas, Al Green, zeigte sich schockiert, dass Trump ein von der Verfassung vorgesehenes Verfahren mit den dunkelsten Verbrechen der US-Geschichte verglich. „Kennt er die Geschichte von Lynchmorden in diesem Land nicht?“ fragte der schwarze Abgeordnete im Repräsentantenhaus. Tausende schwarze Amerikaner seien von weißen Mobs gelyncht worden, sagte er. Es sei schockierend, dass der Präsident „Rassismus und Fanatismus“ weiterhin ungeniert für politische Zwecke einsetze, sagte Green.

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