Diplomat statt Hardliner

Trump macht O'Brien zum neuen Nationalen Sicherheitsberater

Donald Trump und Robert O'Brien am Flughafen von Los Angeles. Foto: Evan Vucci/AP FOTO: Evan Vucci

Washington. Eine Woche nach dem Rauswurf des Hardliners John Bolton hat US-Präsident Donald Trump die Ernennung des Diplomaten Robert O'Brien zum neuen Nationalen Sicherheitsberater angekündigt.

O'Brien sei bislang „sehr erfolgreich“ als Sondergesandter für Geiselangelegenheiten im Außenministerium tätig gewesen, erklärte Trump am Mittwoch auf Twitter. „Ich habe lang und hart mit Robert gearbeitet. Er wird einen super Job machen“, schrieb Trump.

Der Jurist wird der vierte Nationale Sicherheitsberater in Trumps Amtszeit. Der Nationale Sicherheitsberater spielt bei der Ausarbeitung der amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik eine wichtige Rolle. Er ist dem Präsidenten direkt unterstellt; seine Ernennung muss nicht vom US-Senat bestätigt werden.

Auf O’Brien warten zahlreiche Konflikte, in denen die US-Regierung eine führende Rolle spielt: Die Verhandlungen mit Nordkorea zur Aufgabe des Atomwaffenprogramms des ostasiatischen Landes, die eskalierende Krise mit dem Iran, die Instabilität im Nahen Osten, die Bemühungen um eine Stabilisierung Afghanistans, der von den USA erhoffte Regierungswechsel in Venezuela sowie auch Spannungen wegen des eskalierenden Handelskonflikts mit China.

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