Druck auf Maduro wächst

Trump droht nun auch Venezuela mit „militärischer Option“

„Sind Sie nicht daran interessiert, mit Venezuela zu reden? Hier bin ich“, hatte Maduro bei einer Rede vor der umstrittenen Verfassungsgebenden Versammlung in Richtung Trump gesagt. Foto: Francisco BatistaFOTO: Francisco Batista

Washington/Caracas. Angesichts der politischen Umwälzungen in Venezuela hat US-Präsident Trump überraschend eine militärische Option ins Gespräch gebracht. „Wir haben viele Optionen für Venezuela, einschließlich einer militärischen, falls nötig“, sagte er in seinem Urlaubsdomizil in Bedminster.

Es war nicht unmittelbar klar, was Trump damit meinte. Seine Äußerung fiel ohne Erläuterung oder Zusammenhang.

Trump nannte die Lage im Land mit der größten Ölreserven der Welt ein „Chaos, ein sehr gefährliches Chaos und eine traurige Situation“. Präsident Nicolás Maduro hatte zuletzt eine Verfassungsgebende Versammlung wählen lassen und damit das demokratisch gewählte Parlament faktisch entmachtet. Oppositionelle und zahlreiche Staaten werfen ihm vor, ein autoritäres Regierungssystem zu errichten.

Von militärischen Planspielen oder auch nur konkreteren Überlegungen in Sachen Venezuela ist seitens der US-Regierung nichts bekannt. „Das Pentagon hat keine Befehle erhalten“, zitierten Medien einen Sprecher des Verteidigungsministeriums. Venezuelas Verteidigungsminister Vladimir Padrino sagte zu Trumps Worten: „Das ist ein verrückter Akt, ein Akt des Extremismus.“

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