USA-Iran-Konflikt

Spannungen am Golf: Bundeswehr setzt Ausbildung im Irak aus

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (M) bei einem Besuch im Logistiklager M4-Ausbildungs- und Lehrwerkstatt in Erbil im September 2018. Foto: Kay Nietfeld FOTO: Kay Nietfeld

Berlin/Washington/Bagdad. Die Spannungen mit dem Iran haben nun auch Auswirkungen die Arbeit der Bundeswehr und amerikanischer Diplomaten im benachbarten Irak.

Die Bundeswehr setzte die Ausbildung für die irakischen Streitkräfte im Land aus, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Militärkreisen in Berlin erfuhr. Die USA zogen unterdessen ihr Botschaftspersonal teilweise ab. Eine Entspannung in der Golfregion ist weiterhin nicht in Sicht, der Streit um das iranische Atomabkommen setzte sich fort.

Die Aufmerksamkeit mit Blick auf eine größer werdende Bedrohung sei gestiegen, hieß es in Berlin. Am Mittwoch wurden auch die Verteidigungspolitiker des Bundestages informiert. Die Bundeswehrsoldaten bleiben aber im Land, auch wenn ihr Einsatz jetzt vorerst auf Eis liegt.

Die Bundeswehr ist von Jordanien aus am Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak beteiligt und hat im Irak derzeit etwa 160 deutsche Soldaten stationiert. Von ihnen sind etwa 60 Soldaten in einem Militärkomplex in Tadschi nördlich von Bagdad, wo die Ausbildung für Kräfte der irakischen Streitkräfte läuft. Rund 100 Soldaten sind im Kurdengebiet im Norden des Landes.

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