Beistand aus Kiew

Selenskyj gibt Trump Rückendeckung in Ukraine-Affäre

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa FOTO: Efrem Lukatsky

Washington/Kiew. Donald Trump beteuert seit Wochen: Es gab kein „Quid pro quo“ in der Ukraine-Affäre - entgegen der Aussagen mehrerer Zeugen. Nun springt ihm erneut öffentlich der ukrainische Präsident zur Seite. Eine Anhörung im Kongress zu der Affäre lässt Trump derweil boykottieren.

Beistand aus Kiew für den US-Präsidenten: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat direkte Absprachen mit seinem amerikanischen Amtskollegen Donald Trump in der Ukraine-Affäre bestritten.

„Ich habe mit US-Präsident Trump gar nicht in dieser Haltung gesprochen - ich geb' dir dies, du gibst mir das“, sagte Selenskyj in einem Interview des Magazins „Der Spiegel“, das am Montag veröffentlicht wurde. „So etwas geht mir völlig ab.“ Trump sieht sich durch die Äußerungen Selenskyjs einmal mehr entlastet.

Der US-Präsident hatte Selenskyj in einem Telefonat Ende Juli zu Ermittlungen ermuntert, die seinem politischen Rivalen - dem früheren US-Vizepräsidenten und demokratischen Präsidentschaftsbewerber - Joe Biden hätten schaden können. Die US-Demokraten werfen Trump Amtsmissbrauch vor und beschuldigen ihn, von der Ankündigung solcher Ermittlungen einen Besuch Selenskyjs im Weißen Haus und die Freigabe von Militärhilfe für Kiew abhängig gemacht zu haben. Trump weist das zurück. Ihm droht ein Amtsenthebungsverfahren.

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