Anruf aus Kiew

Putin und Selenskyj sprechen erstmals über Ukraine-Konflikt

Russlands Staatspräsident Wladimir Putin (l) und Wolodymyr Selenskyj, Staatspräsident der Ukraine. Foto: Lahodynskyj/Lovetsky/The Canadian Press/AP FOTO: Lahodynskyj/Lovetsky

Moskau. Erstmals haben der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Kremlchef Wladimir Putin ein gemeinsames Gespräch über den blutigen Konflikt in der Ostukraine geführt. Bei dem Telefonat sei es auch um die Lage im Donbass gegangen, teilte der Kreml am Donnerstagabend in Moskau mit.

Auch über die Gefangenen auf beiden Seiten des Konflikts hätten Putin und Selenskyj gesprochen, hieß es.

An diesem Freitag treffen sich in Paris Russland und die Ukraine, Frankreich und Deutschland auf Beraterebene, um über eine Lösung des Ukraine-Konflikts zu sprechen. Es sei bei ihrem Telefonat die Fortsetzung der Arbeit im sogenannten Normandie-Format diskutiert worden, teilten der Kreml und Selenskyj in getrennten Mitteilungen mit.

Konkret sei es um Siedlungsfragen im Konfliktgebiet der Ukraine gegangen, hieß es von russischer Seite. Schlüsselfrage war die Freilassung gefangener Seeleute, teilte Selenskyj mit. Ebenso ging es demnach um die Rückkehr anderer ukrainischer Bürger, die auf dem Territorium der Russischen Föderation festgehalten werden.

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