Anti-Regierungsproteste

Nach dem Tod eines Studenten: Hongkonger demonstrieren

Seit dem 9. Juni demonstrieren die Hongkonger gegen die eigene Regierung. Sie kritisieren einen wachsenden Einfluss der Pekinger Führung auf die ehemalige britische Kronkolonie. Foto: Kin Cheung/AP/dpa FOTO: Kin Cheung

Hongkong. Am Rande der Anti-Regierungsproteste in Hongkong ist ein junger Student in den Tod gestürzt. Die Hintergründer sind unklar. Für viele Anhänger der Protestbewegung steht dennoch fest: Die Polizei ist schuld.

Der tödliche Sturz eines Studenten von einem Parkhaus hat in Hongkong erneut Proteste ausgelöst. Hunderte Menschen schlossen sich heute einem spontanen Protestmarsch gegen Polizeigewalt an.

Auch an anderen Orten in der Stadt kam es zu Kundgebungen und Mahnwachen. Obwohl nicht geklärt ist, warum der 22-jährige Student in den Tod stürzte, machten die Demonstranten die Polizei verantwortlich.

Wie die Hongkonger Krankenhaus-Behörde mitteilte, starb der 22-Jährige am Freitag an seinen schweren Verletzungen. Wie lokale Medien berichteten, war der Informatik-Student am Montag am Rande von Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten von einem Parkhaus gestürzt. In einigen Berichten hieß es, dass der Student vor Beamten flüchten wollte. Er wurde mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert, in dem er bis Freitag im Koma lag.

top