Drei Tote und viele Verletzte

Massive Gewalt bei Ultrarechten-Demo in US-Stadt

Demonstranten geraten in Charlottesville (USA) aneinander. Bei einer Kundgebung von Rechtsextremisten und Neonazis im US-Bundesstaat Virginia ist es zu gewalttätigen Auseinadersetzungen mit Gegendemonstranten gekommen. Foto: Go NakamuraFOTO: Go Nakamura

Charlottesville. Eine Kundgebung von Rechtsextremisten in Charlottesville ist am Samstag in Gewalt eskaliert. Nach Angaben der Polizei starb eine 32-jährige Frau, als ein Fahrzeug vermutlich absichtlich in eine Gruppe von Gegendemonstranten raste und an einer Kreuzung zwei Autos rammte.

Der Fahrer wurde nach Polizeiangaben festgenommen. Bereits zuvor hatten sich Kundgebungsteilnehmer schwere Schlägereien mit Gegendemonstranten geliefert. Insgesamt wurden 35 Menschen verletzt, dem Sender CNN zufolge befanden sich fünf von ihnen am Samstagabend (Ortszeit) in kritischem Zustand. Zwei weitere Menschen kamen zudem beim Absturz eines Polizeihubschraubers bei Charlottesville ums Leben. Über die Ursache wurde zunächst nichts bekannt.

Präsident Donald Trump verurteilte zwar die „ungeheuerliche Gewalt“ vom Samstag, „Hass und Vorurteile“, aber nannte dabei die Kundgebung der Rechtsextremisten nicht direkt. Stattdessen sprach er pauschal von „Gewalt von vielen Seiten“.

Kommentatoren in verschiedenen Fernsehsendungen äußerten scharfe Kritik an der nach ihrer Ansicht nach laschen Reaktion des Präsidenten, dessen Wahl in rechtsextremen Kreisen bejubelt worden war. Kritiker haben Trump bereits in der Vergangenheit angelastet, sich nicht genügend von den Rechten distanziert zu haben.

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