Land in der Krise

Maduros Partei will Wahl in Venezuela vorziehen

Caracas. Die für Dezember geplante Präsidentschaftswahl im krisengeschüttelten Venezuela soll bereits spätestens im April stattfinden. Das schlug der Vizechef der Sozialistischen Partei (PSUV), Diosdado Cabello, gestern der neuen Verfassungsgebenden Versammlung vor. Diese von den Sozialisten dominierte Versammlung war im August von Präsident Nicolás Maduro nach einer von der Opposition boykottierten Wahl eingesetzt worden – das von der Opposition dominierte Parlament wurde entmachtet. Obwohl immer mehr Menschen in dem Land mit den größten Ölreserven Hunger leiden, hat Maduro gute Chancen, zu gewinnen.

Die für Dezember geplante Präsidentschaftswahl im krisengeschüttelten Venezuela soll bereits spätestens im April stattfinden. Das schlug der Vizechef der Sozialistischen Partei (PSUV), Diosdado Cabello, gestern der neuen Verfassungsgebenden Versammlung vor. Diese von den Sozialisten dominierte Versammlung war im August von Präsident Nicolás Maduro nach einer von der Opposition boykottierten Wahl eingesetzt worden – das von der Opposition dominierte Parlament wurde entmachtet. Obwohl immer mehr Menschen in dem Land mit den größten Ölreserven Hunger leiden, hat Maduro gute Chancen, zu gewinnen.

Denn um in den Genuss stark subventionierter Lebensmittelpakete zu kommen (mit Öl, Reis, Thunfisch, Milchpulver und Mehl), muss man ein „Carnet de la Patria“ beantragen – und erklären, die Regierung zu unterstützen. Der Schriftsteller Leonardo Padrón kritisierte diese Regelung als Erpressung.

Führende Oppositionspolitiker sitzen zudem im Gefängnis, stehen unter Arrest oder sind geflohen, der bei der letzten Wahl nur knapp gegen Maduro unterlegene Henrique Capriles wurde von einer Kandidatur ausgeschlossen. Zuletzt hatte sich die Inflation, die höchste der Welt, rasant beschleunigt – weshalb Plünderungen angesichts kaum noch zu bezahlender Lebensmittel massiv zunahmen.

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