Bedenken wegen Ermittlungen

Macrons Kandidatin für EU-Kommission muss in zweite Anhörung

Sylvie Goulard (l.), designierte EU-Kommissarin für den Binnenmarkt, auf dem Weg zu ihrer Anhörung im Europäischen Parlament. Foto: Virginia Mayo/AP/dpa FOTO: Virginia Mayo

Brüssel. Wegen anhaltender Zweifel an ihrer Eignung für den Posten des EU-Binnenmarktkommissars muss sich die Französin Sylvie Goulard einer zweiten öffentlichen Anhörung im EU-Parlament stellen.

die Kandidatin des französischen Präsidenten Emmanuel Macron habe bislang nicht überzeugen können, hieß es am Mittwoch nach einem Treffen von Vertretern der zuständigen Ausschüsse Binnenmarkt und Industrie. Die zweite Anhörung soll an diesem Donnerstagvormittag (9.30 Uhr) stattfinden.

Bedenken gegen Goulard gibt es unter anderem wegen Ermittlungen der EU-Anti-Betrugsbehörde Olaf und französischer Behörden. Sie beschäftigen sich mit der Frage, ob Goulard einen früheren Mitarbeiter zeitweise zu unrecht vom EU-Parlament bezahlen ließ.

Zudem wird im Europaparlament kritisch gesehen, dass Goulard in ihrer Zeit als Europaabgeordnete eine hoch dotierte Beratertätigkeit für eine Denkfabrik des Investors Nicolas Berggruen ausübte. Wegen der Affäre um Scheinbeschäftigung war Goulard 2017 als französische Verteidigungsministerin zurückgetreten.

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