Reaktion auf Macron-Kritik

Maas stößt mit Idee für Nato-Reform auf positive Resonanz

Bundesaußenminister Heiko Maas (r) spricht beim Nato-Außenministertreffen mit seinem französischen Amtskollegen Jean-Yves Le Drain (l) und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Foto: Francisco Seco/AP/dpa FOTO: Francisco Seco

Brüssel/Berlin. Hirntot oder nur leicht kränkelnd? Nach den jüngsten Streitigkeiten in der Nato ist Bundesaußenminister Heiko Maas der Meinung, dass die Allianz dringend eine Reform benötigt. Er ist nicht der einzige.

Bundesaußenminister Heiko Maas ist mit seiner Initiative zur Reform der Nato auf positive Resonanz bei den Bündnispartnern gestoßen.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte am Mittwoch beim Treffen der 29 Außenminister des Bündnisses in Brüssel, viele Teilnehmer hätten den deutschen Vorschlag zur Einsetzung einer Expertenkommission unterstützt. Er selbst nannte ihn „wertvoll“. Maas zeigte sich zufrieden. „Ich bin sehr zuversichtlich aufgrund der Wortmeldungen, die es gegeben hat.“

Maas hatte seine Initiative als Reaktion auf die scharfe Kritik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron an der Nato gestartet. Eine Expertenkommission unter Leitung Stoltenbergs soll Vorschläge machen, wie die politische Zusammenarbeit verbessert werden kann. Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian forderte, dass es dabei auch um die Beziehungen zu Russland gehen müsse. Die dürften nicht in der Sackgasse stecken bleiben.

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