44 Regierungschefs erwartet

Kremlchef Putin eröffnet ersten Russland-Afrika-Gipfel

Wladimir Putin lädt 44 Staats- und Regierungschefs zum ersten Russland-Afrika-Gipfel nach Sotschi. Foto: -/Kremlin/dpa FOTO: -

Johannesburg/Moskau. 203 vor allem russische Soldaten, drei Kampfhelikopter, Militärtechnik der neuesten Generation, zwei Arten von Militärlastwagen in Mosambik, zählt die südafrikanische Terrorismusexpertin Jasmine Opperman auf.

Die Bewaffneten seien im September in Mosambiks gasreicher Unruhe-Provinz Cabo Delgado eingetroffen. Auch wenn es an offiziellen Bestätigungen für diese Militärpräsenz oft mangelt: Russland zeigt wieder Flagge in Afrika.

Der beste Beweis dafür ist der erste Russland-Afrika-Gipfel in der Schwarzmeer-Stadt Sotschi. Bis Donnerstag erwartet Gastgeber Wladimir Putin bei den zweitägigen Treffen 44 Staats- und Regierungschefs vom afrikanischen Kontinent. Eingeladen sind 10 000 Gipfelteilnehmer aus 54 afrikanischen Staaten und Russland. „Afrika wird immer mehr zu einem Kontinent der Möglichkeiten“, sagte Putin der Staatsagentur Tass vor dem Gipfelstart. Er kündigte Milliardeninvestitionen für Afrika an.

Dabei will Russland rund drei Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch des Kommunismus an alte Kontakte aus Sowjetzeiten anknüpfen. Unter dem Einfluss Moskaus hätten damals die früheren Kolonien des Westens ihre Freiheit erlangt, erinnerte der russische Afrika-Experte Leonid Fituni in einem Beitrag der „Nesawissimaja Gaseta“. Die Sowjetunion habe den Ländern damals geholfen, eine eigene Wirtschaft aufzubauen. Hunderttausende Afrikaner seien in Russland ausgebildet worden.

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