Atom-Konflikt

Iran soll britischen Tanker in der Golfregion bedrängt haben

Die britische Fregatte HMS Montrose. Foto: Steve Parsons/PA/Archiv FOTO: Steve Parsons

London/Washington/Teheran. Nach einem weiteren Vorfall mit einem Öltanker in der Golfregion wächst die Angst vor neuen Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen. Nach britischen Angaben ist es in der Straße von Hormus am Mittwoch zu einem Zwischenfall mit einem Handelsschiff gekommen.

Die Regierung in London erklärte am Donnerstag, dass sich drei iranische Boote in der Meerenge dem Öltanker „British Heritage“ genähert hätten. Sie hätten „entgegen internationalem Recht“ versucht, das Handelsschiff an der Durchfahrt zu hindern. Teheran bestritt dagegen, an einem Vorfall mit einem britischen Schiff beteiligt gewesen zu sein.

Die Fregatte „HMS Montrose“ der Royal Navy sei gezwungen gewesen, sich zwischen den iranischen Booten und der „British Heritage“ zu positionieren und verbale Warnungen an die Boote abzugeben, sagte ein Regierungssprecher in London. Die iranischen Schiffe hätten daraufhin abgedreht. „Wir sind über diese Aktion beunruhigt und fordern die iranischen Behörden weiterhin dringend auf, die Situation in der Region zu deeskalieren“ hieß es weiter. Auch der britische Außenminister Jeremy Hunt sprach von „sehr beunruhigenden Entwicklungen“. Der Ölkonzern BP, zu dessen Flotte die „Biritsh Heritage“ gehört, wollte den Vorfall nicht kommentieren, dankte aber der Royal Navy für ihre Unterstützung.

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) dementierten hingegen, dass es einen Zwischenfall mit einem britischen Schiff im Persischen Golf gegeben habe. „In den vergangenen 24 Stunden hatten wir in der Straße von Hormus keinen Zwischenfall mit ausländischen Schiffen, auch nicht mit einem britischen“, erklärten die Revolutionsgarden am Donnerstag auf ihrer Webseite. „Das Ziel solcher wertlosen Unterstellungen ist es lediglich, Spannungen zu provozieren“, sagte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif der Nachrichtenagentur Fars.

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