Krisengipfel in Brüssel

EU ringt um Brexit-Verschiebung - Schwierige Verhandlungen

Wie oft werden sie sich wohl noch bei EU-Gipfeln treffen? Die britische Premierministerin Theresa May begrüßt EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker. Foto: Frank Augstein/AP FOTO: Frank Augstein

Brüssel. Die Brexit-Gespräche beim EU-Gipfel in Brüssel haben sich deutlich schwieriger gestaltet als erwartet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die anderen Staats- und Regierungschefs erwogen, Großbritannien eine Verschiebung des EU-Austritts um mehrere Wochen zu erlauben, um ein ungeregeltes Ausscheiden zu verhindern. Unklar war zunächst aber, wie lange genau und unter welchen Bedingungen.

Nach Angaben von Diplomaten stand unter anderem das Datum 7. Mai im Raum. Als mögliche Bedingung galt, dass das Parlament in London nächste Woche den zwischen der britischen Premierministerin Theresa May und der EU ausgehandelten Austrittsvertrag doch noch billigt. Grundsätzlich soll der Brexit im Idealfall vor der Europawahl vollzogen werden, die vom 23. bis 26. Mai abgehalten wird .

May hatte eigentlich einen deutlich längeren Aufschub bis zum 30. Juni erbeten, um eine problemlose Ratifizierung des Austrittsabkommen zu gewährleisten. Die EU-Kommission hatte jedoch Bedenken erhoben. Bei einer so langen Verschiebung müsse Großbritannien an der Europawahl teilnehmen, hieß es in einer internen Bewertung der Brüsseler Behörde.

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