Schwere Auschreitungen

Ecuadors Staatschef richtet Sperrbezirke ein

Die Protestwelle begann vor knapp einer Woche. Foto: Juan Diego Montenegro/dpa FOTO: Juan Diego Montenegro

Guayaquil. Zum Schutz vor aufgebrachten Demonstranten hat Ecuadors Staatschef Lenín Moreno um das Regierungsgebäude in der Hauptstadt Quito Sperrbezirke eingerichtet.

Bis zum 1. November ist es jeweils von 20.00 bis 05.00 Uhr verboten, sich strategisch wichtigen Gebäuden zu nähern, wie es in einem am Dienstagabend (Ortszeit) veröffentlichten Dekret des Präsidenten heißt.

Demonstranten waren am Dienstag kurzzeitig ins Parlament eingedrungen, das sie wenig später unter Polizeigeleit verließen. Der Kongress hatte wegen der Unruhe im Land seine Tagungen ausgesetzt. Weitere Teilnehmer der Kundgebungen gegen die erhöhten Spritpreise zogen am Dienstagabend (Ortszeit) zum Regierungspalast in Quito. Moreno hatte am Montag den Regierungssitz nach Guayaquil verlegt, um der Protestbewegung auszuweichen.

Tausende von Angehörigen indigener Völker Ecuadors hatten am Dienstag Straßen und Plätze in der Hauptstadt besetzt. Sie folgten einem Aufruf der Konföderation der Indigenen Völker (CONAIE), um in Quito am Mittwoch gegen die Treibstoffpreise und die Erdölförderung in ihren Gebieten zu protestieren. Der Verkehr in dem Andenland wird seit Tagen durch Dutzende Straßenblockaden in 21 Provinzen gelähmt.

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