Nach Fundamentalkritik

Deutschland: Nato-Zusammenarbeit auf den Prüfstand stellen

Frankreichs Präsident, Emmanuel Macron, hatte der Nato kürzlich den „Hirntod“ bescheinigt. Foto: Daniel Naupold/dpa FOTO: Daniel Naupold

Berlin. Frankreichs Präsident Macron rüttelte die Nato mit seiner „Hirntod“-Kritik auf. Jetzt gibt es eine erste Forderung nach Konsequenzen. Sie kommt aus Deutschland und wird mit der Warnung vor einer Spaltung des Bündnisses verbunden.

Nach der scharfen Kritik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron an der Nato will Deutschland die politische Abstimmung in dem Bündnis auf den Prüfstand stellen.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) will dazu am Mittwoch bei einem Nato-Treffen in Brüssel die Einsetzung einer Expertenkommission vorschlagen. Das Gremium soll von Generalsekretär Jens Stoltenberg geleitet werden und den Auftrag erhalten, die „Leerstelle der politischen Diskussion im Bündnis“ zu schließen.

Nach Macrons Fundamentalkritik und der dadurch ausgelösten Unsicherheit bei vielen Verbündeten könne es kein schlichtes „Weiter so!“ geben, hieß es am Dienstag aus dem Auswärtigen Amt. „Sonst laufen wir Gefahr, die Unsicherheit im Bündnis nur weiter zu vertiefen und einer Spaltung Vorschub zu leisten, über die sich Dritte womöglich freuen.“

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