Kein Ende der Proteste

China verschärft in der Hongkong-Krise den Ton

Ein Polizist richtet im Flughafen von Hongkong seine Waffe auf Demonstranten. Tausende Bewohner der Stadt hatten ihre Proteste gegen die Stadtregierung und gegen die Polizeigewalt in den vergangenen Tagen auf den Flughafen ausgeweitet. Foto: Aidan Marzo/SOPA Images via ZUMA Wire FOTO: Aidan Marzo

Hongkong. China verschärft seine Gangart in der Hongkong-Krise.

Nach massiven regierungskritischen Protesten und gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei am Hongkonger Flughafen verglich Peking gewaltbereite Demonstranten mit Terroristen. Zwei US-Kriegsschiffen wurde die Einfahrt in den Hafen Hongkongs untersagt.

Zugleich befeuerte die zunehmende Präsenz chinesischen Militärs an der Grenze zu Hongkong international die Sorge, die Lage könnte eskalieren. Der Airport erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen Demonstranten, um dort eine erneute Störung des Flugbetriebs zu verhindern.

Die Taten einiger Protestler würden sich „nicht von den Gräueltaten von Terroristen unterscheiden“, hieß es in einer Erklärung des Verbindungsbüros der chinesischen Regierung in Hongkong. Ein Sprecher der für Hongkong zuständigen Behörde in Peking nannte den Vorfall in einer ähnlichen Mitteilung eine „annähernd terroristische Tat“.

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