Münchner Sicherheitskonferenz

„Brandgefährlich“: Steinmeier sieht zerstörerischen Egoismus

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet mit einer Rede die 56. Münchner Sicherheitskonferenz. Foto: Sven Hoppe/dpa FOTO: Sven Hoppe

München. Die Welt verändert sich in rasantem Tempo - zum Schlechten, findet Bundespräsident Steinmeier. Die drei Weltmächte hätten eine zerstörerische Dynamik entfacht. Für Deutschland könne es nur eine Antwort darauf geben.

In Zeiten eines weltweit wachsenden Nationalismus muss Deutschland nach den Worten von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier viel mehr als zuletzt Europa ins Zentrum seiner Außenpolitik stellen.

„Es ist unser stärkstes, unser elementarstes nationales Interesse. Für heute und für morgen gilt: Europa ist der unabdingbare Rahmen für unsere Selbstbehauptung in der Welt“, sagte Steinmeier am Freitag in seiner Rede zur Eröffnung der Münchner Sicherheitskonferenz.

Deutschland habe zuletzt zu einem Auseinanderdriften der EU beigetragen und solle sich wieder zu seiner größten Verantwortung bekennen, „die unserem Land zukommt: das geeinte Europa zusammenzuhalten“. Deutschland sei auf Europa angewiesen, es dürfe auf keinen Fall scheitern. Scheitere das europäische Projekt, dann stünden auch die Lehren der deutschen Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg infrage.

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