Sorge vor Ausschreitungen

Angespannte Lage im Kongo vor umstrittenem Machtwechsel

Feiernde Menschen nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse in Kinshasa. Foto: Jerome Delay/AP FOTO: Jerome Delay

Kinshasa. Im Kongo zeichnet sich der erste demokratische Machtwechsel seit rund fünf Jahrzehnten ab. Der Oppositionskandidat Félix Tshisekedi hat überraschend die Präsidentenwahl gewonnen.

Sein größter Rivale, der Oppositionelle Martin Fayulu, sprach allerdings von Wahlbetrug und rief zum Widerstand auf. Die Ergebnisse seien „erfunden und gefälscht“.

Auch die wichtigsten Wahlbeobachter und Frankreich meldeten Zweifel an. Experten warnten angesichts der angespannten Lage in dem rohstoffreichen und instabilen zentralafrikanischen Land vor gewaltsamen Ausschreitungen.

Tshisekedi gewann gut 38 Prozent der Stimmen, wie die Wahlkommission am Donnerstag unter Berufung auf die vorläufigen Endergebnisse mitteilte. Knapp dahinter lag mit 35 Prozent Fayulu. Der Kandidat der Regierungspartei, Emmanuel Ramazani Shadary, kam nur auf knapp 24 Prozent. Für den Sieg bei der Präsidentenwahl vom 30. Dezember genügte eine einfache Mehrheit. Die Ergebnisse müssen am Dienstag noch vom Verfassungsgericht bestätigt werden.

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