Unterm Hammer

Zsa Zsa Gabors Nachlass unterm Hammer

Im Wohnzimmer steht der Steinway-Flügel der Film-Diva. 12 000 Dollar wurden dafür geboten. FOTO: Barbara Munker / dpa

Bel Air. Perlenkleider, Himmelbetten, Pässe mit dem falschem Geburtsjahr: 16 Monate nach dem Tod der Diva werden Teile aus ihrem Besitz versteigert.

Ein letztes Mal soll Zsa Zsa Gabor über den roten Teppich laufen. So wünscht es ihr Witwer, der Deutsche Frederic Prinz von Anhalt. Vor der gemeinsamen Bel-Air-Villa, wo die Schauspielerin bis zu ihrem Tod mit 99 Jahren im Dezember 2016 lebte, hat der 74-Jährige einen roten Teppich neben riesigen Fotowänden ausgerollt. Von einem Dutzend Magazin-Covern strahlt die Diva glamourös die Gäste an.

Zwei Tage lang ist bei dem Prinzen offene Tür, bevor am Samstag der Nachlass der Hollywood-Ikone versteigert wird. Fast 1000 Gegenstände, darunter Schmuck, Gemälde, Möbel und teure Designer-Roben kommen unter den Hammer. Es ist „das letzte Kapitel“ in dem Leben der in Budapest geborenen Schauspielerin („Moulin Rouge“) und früheren „Miss Ungarn“, meint ihr neunter Ehemann.

In Gabors langjährige Prunk-Residenz, wo zuvor Howard Hughes
und Elvis Presley zeitweise gewohnt hatten, war Von Anhalt vor mehr als 30 Jahren eingezogen. Doch in den nächsten Monaten will der Wahl-Kalifornier mit dem durch Adoption erlangten Adelstitel seine Koffer packen. Schon 2013 hatte ein Investor die Villa für knapp 15 Millionen Dollar gekauft.

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