Ex-Tennisstar

Zwangsversteigerung von Becker-Erinnerungsstücken zu Ende

Boris Becker war 2017 für zahlungsunfähig erklärt worden. Foto: Philip Toscano/PA Wire FOTO: Philip Toscano

London. Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: Dutzende Erinnerungsstücke aus der Karriere von Ex-Tennisstar Boris Becker sind am Donnerstag unter den Hammer gekommen. Die Zwangsversteigerung des britischen Auktionshauses Wyles Hardy&Co ging am Nachmittag in mehreren Schritten zu Ende.

Die Gebote für viele der Gegenstände aus Beckers persönlichem Besitz wie Uhren, Medaillen und Pokale stiegen dabei in den letzten Stunden noch einmal erheblich an. Manche sogar um mehr als das Zehnfache. So wurde beispielsweise eine Kopie des Davis-Cup-Pokals aus dem Jahr 1988 für 52.100 Pfund (umgerechnet rund 58.000 Euro) versteigert. Noch zu Beginn der Woche hatte sie bei 4000 Pfund gestanden. Die Replik eines US-Open-Pokals erzielte sogar 150.250 Britische Pfund (umgerechnet rund 167.500 Euro). Ein Bambi wurde für 30 600 Pfund verkauft. Insgesamt rechneten Beobachter mit einem Erlös von deutlich mehr als 500.000 Pfund (557.000 Euro).

Das ehemalige Tennis-Ass Becker war 2017 von einem britischen Gericht für insolvent erklärt worden. Mit dem Erlös aus der Versteigerung soll Geld für die Gläubiger eingetrieben werden. Becker ist derzeit in seiner Wahlheimat London beim Wimbledon-Turnier als Kommentator für das BBC-Fernsehen tätig. Noch im vergangenen Jahr war es dem 51-Jährigen gelungen, die Auktion vorübergehend auf Eis legen zu lassen, doch nun musste er sich von seinen Erinnerungsstücken trennen.

Anmerken ließ er sich das in Wimbledon kaum. Er spazierte im feinen Anzug über die Anlage, hielt hier und da für ein Foto an. Im All England Lawn Tennis and Croquet Club hat der Mann aus Leimen und Wahl-Londoner 1985 als 17-Jähriger auf dem Heiligen Rasen triumphiert und 1986 den Coup wiederholt. „Es sind die Liebe und die Leidenschaft für das Spiel, die mich erfolgreich gemacht haben“, sagte er der BBC in diesen Tagen.

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