Royale Entscheidung

Schwedisches Königshaus schrumpft

Prinzessin Madeleine und Christopher O'Neill mit ihren Kindern Prinzessin Leonore, Prinz Nicolas und Prinzessin Adrienne. Foto: Henrik Montgomery/TT News Agency/AP/dpa FOTO: Henrik Montgomery

Stockholm. Mehrere Enkelkinder des schwedischen Königs Carl XVI. Gustaf werden künftig nicht mehr offiziell dem Königshaus angehören. Das teilte der schwedische Hof am Montag mit.

Der Schritt sei schon lange diskutiert worden, erklärte ein Vertreter des Königshauses. Einige Beobachter zeigten sich dennoch überrascht. Die schwedische Zeitung „Expressen“ schrieb aber auch, die fünf betroffenen Königsenkel würden nun endlich von ihren royalen Fesseln befreit. Gleichzeitig stiegen die Anforderungen an Kronprinzessin Victoria und ihre beiden Kinder, Prinzessin Estelle und Prinz Oscar, meinte das Blatt.

Bei der Entscheidung des Königs geht es um die Kinder von Prinzessin Madeleine und ihrem Mann, dem US-britischen Geschäftsmann Christopher O'Neill, sowie um die Kinder von Prinz Carl Philip und seiner Gattin Prinzessin Sofia. Sie sollen in Zukunft keine königlichen Amtsgeschäfte auf höchstem Niveau ausüben müssen und eher als Privatpersonen angesehen werden.

Prinz Alexander, Prinz Gabriel, Prinzessin Leonore, Prinz Nicolas und Prinzessin Adrienne - allesamt zwischen einem und fünf Jahren alt - werden zwar weiterhin der königlichen Familie angehören, dem Königshaus aber nicht mehr. Ihre Herzogs- oder Herzoginnen-Titel dürfen die Kinder behalten, den Rang königlicher Hoheiten aber nicht. Auch die Apanage - eine Art Einkommen finanziert aus Steuergeldern für Mitglieder des Königshauses und für den Unterhalt royaler Anwesen - werde künftig entfallen, sagte der Vertreter des Hofes, Reichsmarschall Fredrik Wersäll, am Montag vor Journalisten.

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