Verteidigung beginnt

Schlussplädoyers in Weinstein-Prozess starten

Mehr als 80 Frauen haben Weinstein seit 2017 sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Foto: Frank Franklin Ii/AP/dpa FOTO: Frank Franklin Ii

New York. Harvey Weinstein könnte bei seinem Vergewaltigungsprozess, der als Meilenstein der MeToo-Bewegung gilt, zu lebenslanger Haft verurteilt werden. Heute haben seine Anwälte eine letzte Gelegenheit, um Zweifel bei der Jury zu säen.

Im Prozess gegen den ehemaligen Filmmogul Harvey Weinstein wegen Vergewaltigung starten heute die Schlussplädoyers.

Zunächst beginnt die Verteidigung um Weinstein-Chefanwältin Donna Rotunno, am Freitag ist die Anklage an der Reihe. Ab Dienstag nächster Woche sollen sich die zwölf Geschworenen dann zu Beratungen zurückziehen, um über Schuld oder Unschuld Weinsteins zu entscheiden.

In den vergangenen drei Wochen hatten Anklage und Verteidigung versucht, die Jury von ihrer Sichtweise zu überzeugen. Die Anklage hatte mithilfe von sechs Zeuginnen versucht, das Muster eines Mannes offenzulegen, der seine Macht in der Filmindustrie systematisch ausnutzte, um sich junge Frauen gefügig zu machen. Der ihnen für Sex Karrierehilfe versprach und sie bei einem „Nein“ zum Geschlechtsverkehr gezwungen und vergewaltigt habe.

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