Britisches Königshaus

Prinz Harry reicht Klage gegen Zeitungen ein

Prinz Harry hat Klage gegen zwei britische Zeitungsverlage eingereicht. . Foto: Chris Jackson/PA Wire/dpa FOTO: Chris Jackson

London. Prinz Harry (35) hat Klage gegen zwei britische Zeitungsverlage wegen illegalen Abhörens von Mailbox-Nachrichten eingereicht. Entsprechende Medienberichte wurden der Deutschen Presse-Agentur aus Palastkreisen bestätigt.

Die Vorwürfe richten sich nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA gegen den Verlag News Group Newspapers, zu dem die „Sun“ gehört, und Reach plc, den Verlag der Zeitungsmarke „Mirror“. Die beklagten Zeitungen gehören zu den auflagenstärksten Blättern Großbritanniens.

Die Vorwürfe erinnern an einen der größten Medienskandale in der Geschichte Großbritanniens, in dessen Zentrum 2011 die inzwischen eingestellte Boulevardzeitung „News of the World“ stand. Jahrelang hatten Journalisten Handygespräche von Verbrechensopfern und Prominenten abgehört und Polizisten bestochen.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich Harry in einem emotionalen Schreiben an die Öffentlichkeit gewandt, in dem er eine „skrupellose Kampagne“ gegen seine Frau Meghan (38) beklagte. Seine Frau sei „eines der jüngsten Opfer der britischen Boulevardpresse“ geworden. Dabei erinnerte Harry an die Verfolgungsjagd in Paris 1997, bei der seine Mutter, Prinzessin Diana, auf der Flucht vor Paparazzi starb.

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