#MeToo

Missbrauchsvorwürfe: R. Kelly muss vorerst in Haft bleiben

R. Kelly - die Freilassung auf Kaution wurde abgelehnt. Foto: Amr Alfiky/AP/dpa FOTO: Amr Alfiky

New York. Der wegen sexuellen Missbrauchs angeklagte US-Sänger R. Kelly (52) muss vorerst weiter in Haft bleiben. Nach der Staatsanwaltschaft lehnte am Mittwoch in New York auch Richterin Ann Donnelly bei einer Gerichtsanhörung eine Haftentlassung auf Kaution ab.

Es bestehe ein Fluchtrisiko, zudem habe Kelly in der Vergangenheit schon zu oft versucht, Ermittlungen gegen ihn zu behindern, argumentierte die Richterin bei dem Termin im Stadtteil Brooklyn. Kelly war wie erwartet nicht zu der Anhörung erschienen.

Eine nächste Anhörung setzte Richterin Donnelly für den 9. Dezember an, einen möglichen Prozessauftakt für den 18. Mai 2020. Ob Kelly bei der nächsten Anhörung anwesend sein muss, wurde zunächst noch nicht entschieden. Zuvor hatte bereits die New Yorker Staatsanwaltschaft Kellys Bitte um Freilassung abgelehnt.

Der Sänger, der seit Juli in einem Gefängnis in Chicago einsitzt, hatte Anfang der Woche über seine Anwälte um Haftentlassung auf Kaution gebeten. Seine Anwälte argumentierten, es bestehe kein Fluchtrisiko und der Sänger stelle keine Gefahr dar. Kelly beschwerte sich über seine Anwälte zudem, dass ihn nur jeweils eine seiner beiden Freundinnen und niemand anderes besuchen dürfe.

top