Straftaten

Kriminalstatistik: Gewalttäter sind meistens jung

Berlin . Wie oft begehen Flüchtlinge Gewaltverbrechen? Die Kriminalstatistik (2017) gibt zumindest darüber Auskunft, wie oft diese Menschen hierzulande tatverdächtig waren. Für Flüchtlinge verwendet die Statistik den Begriff „Zuwanderer“: Gemeint sind damit Asylbewerber, anerkannte Flüchtlinge, Kontingentflüchtlinge, Geduldete und illegal in Deutschland lebende Menschen.

Insgesamt hat die Polizei bei 8,5 Prozent aller Straftaten einen Flüchtling verdächtigt. Auffallend ist, wie oft Flüchtlinge bei Straftaten gegen das Leben (Mord, Totschlag), bei schwerer Körperverletzung und Vergewaltigung tatverdächtig sind. Jeweils um die 15 Prozent aller Verdächtigen bei diesen Verbrechen sind Flüchtlinge. Die Zahl ist weit höher als ihr Anteil in der Bevölkerung.

Dass Zuwanderer hier überrepräsentiert sind, lässt sich unter anderem mit ihrer Altersstruktur erklären. Asylsuchende sind im Mittel 29,4 Jahre alt – und damit fast 15 Jahre jünger als die durchschnittliche Bevölkerung in der Bundesrepublik. In diesem Alter begehen Menschen generell die meisten Straftaten.

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