Zugspitze

Eine Seilbahn der Superlative

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schnee herrscht auf der Bergstation Hochbetrieb: Ende Dezember soll die Seilbahn zur Zugspitze bei Grainau (Bayern) startbereit sein. FOTO: Angelika Warmuth / dpa

Garmisch-Partenkirchen. In zehn Wochen soll die Bahn zur Zugspitze losfahren, bis zu 600 Gäste bringt sie dann stündlich auf Deutschlands höchsten Berg – das findet jedoch nicht jeder gut.

(dpa) Noch ruht das High-Tech-Schaltpult für die Steuerung der neuen Seilbahn zur Zugspitze auf einem Biertisch. In zehn Wochen soll die Seilbahn der Superlative auf Deutschlands höchsten Berg feierlich eingeweiht werden. Zwar hinken die Bauarbeiten wetterbedingt einige Wochen hinter dem ehrgeizigen Zeitplan her. „Aber die Bahn wird am 21. Dezember fahren“, ist sich Betriebsleiter Martin Hurm sicher.

Vor wenigen Tagen wurde das letzte der vier Tragseile für die beiden Kabinen an der Bergstation eingezogen und gesichert. „Das war ein spannender Moment“, sagt Chefmonteur Harald Raich von der Schweizer Seilbahnfirma Garaventa. 200 Meter pro Stunde war es in den Tagen zuvor mit Hilfe der Tragseile der alten Seilbahn nach oben gezogen worden. Die Talstation ist bis auf den Innenausbau fertig.

Jedes 4900 Meter lange Tragseil ist 72 Millimeter dick und wiegt 153 Tonnen. Es besteht aus 210 Drähten. Nun folgt der Einbau der beiden Zugseile. Sie sind mit 41 und 47 Millimetern Durchmesser sowie einem Gewicht von 30 und 39 Tonnen immer noch stattlich dick.

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