Corona-Krise

Wie Ehemalige in Saar-Kliniken helfen wollen

Noch werden vergleichsweise wenige Corona-Patienten im Saarland stationär behandelt. Doch das wird sich voraussichtlich bald ändern. Die Intensivplätze werden aufgestockt. FOTO: Getty Images/ iStockphoto / demaerre

Ärzte und Pflegefachkräfte, die längst im Ruhestand oder aus dem Beruf raus sind, könnten schon bald den Betrieb am Laufen halten.

Saarbrücken Normalerweise würde Berthold Mees in diesen Tagen Skipisten in Norditalien hinunterfahren. „Ich bin gesund und erfreue mich meines Lebens“, sagt der 68-Jährige. Auch die Zeit nach Ostern hatte der Rentner aus Namborn schon fest verplant: Im Wohnmobil sollte es nach Spanien und Portugal gehen. Alles abgesagt.

Weil in den Krankenhäusern wegen der Corona-Krise der Ausnahmezustand droht, hat der frühere Intensivpfleger jetzt im Diakonie-Klinikum Neunkirchen seine Mithilfe angeboten. Mees hat dort 40 Jahre auf der Intensivstation gearbeitet, davon 22 Jahre als Leiter. „Ich weiß, wie dramatisch das für das Personal wird“, sagt er. Beatmungsgeräte seien vielleicht genug da, aber das Personal fehle.

Berthold Mees (68), Intensivpfleger aus Namborn, ist seit 2015 im Ruhestand. FOTO: Mees
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