Corona-Pandemie

Hallen im Saarland werden zu Feldbett-Lagern

Die Schulturnhalle der Gemeinschaftsschule Marpingen. Von außen erkennt man nicht, welche neue Rolle die Turnhalle jetzt hat.FOTO: B&K / Bonenberger/

Saarbrücken/Marpingen. Land und Kreise wappnen sich in der Corona-Krise für den schlimmsten Fall – und hoffen, dass sie die Notplätze am Ende nicht brauchen. Die ersten Hallen in den Kreisen Saarlouis, St. Wendel und Saarpfalz stehen bereits fest. Doch woher sollen die Ärzte und Pflegekräfte kommen?

Die Kapazitäten der Krankenhäuser im Saarland sind noch lange nicht erschöpft. Das ist die gute Nachricht. Von den landesweit 594 Betten auf Intensivstationen sind derzeit 284 belegt, darunter sind 23 Corona-Patienten. Dass sich das relativ schnell zum Negativen ändern kann, ist allerdings die schlechte Nachricht. Niemand weiß, was in den nächsten Wochen passieren wird.

Aus diesem Grund ziehen die Verantwortlichen in den Krankenhäusern alle Register, um sich auf das Schlimmste vorzubereiten. Ärzte und Pflegekräfte werden aus dem Ruhestand geholt, Personal schnell noch an Beatmungsgeräten geschult, Studenten angeheuert. Das Land bestellte für Millionen Euro Schutzausstattung, von der die Kliniken und Arztpraxen hoffen, dass sie in Kürze bei ihnen ankommt.

Um kein Chaos bei der Patienten-Aufnahme entstehen zu lassen, gibt es eine feste Struktur, welche Klinik wofür zuständig ist. Schwerste Corona-Fälle werden in der Uniklinik in Homburg, im Klinikum auf dem Winterberg und in der SHG-Klinik in Völklingen behandelt. Weitere Krankenhäuser kümmern sich um Patienten mit mittelschwerem Verlauf.

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