Nach Vorwürfen im Internet

Australien zieht Notbremse bei Sexismus-Sparschweinen

Sydney. Die australische Münzprägeanstalt hat ihre Sparschweine nach Sexismus-Vorwürfen umbenannt. Schließlich wolle die Behörde „niemanden verletzen“, sagte gestern ein Sprecher. Bislang hießen die verschiedenen Größen einer Familien-Kollektion von Sparschweinen im hauseigenen Geschenkartikelladen „Papa“, „Mama“ und „Baby“ – „Mama“ hatte allerdings ein wesentlich kleineres Fassungsvermögen als „Papa“.

Das fachte im Internet eine Debatte über Lohn­ungleichheit zwischen Männern und Frauen an. Einige Internetnutzer waren nämlich der Auffassung, das kleinere Sparschwein für „Mama“ deute an, dass Frauen automatisch weniger verdienen als Männer.

„Die Ausdrücke ‚Papa’, ‚Mama’ und ‚Baby’ stellten die Größe der Sparschweine dar und sollten keinesfalls Geschlechterungleichheit kommentieren“, erklärte die Münzprägeanstalt. Dennoch änderte sie die Namen der verschiedenen Größen: Ab sofort können Besucher nur noch Sparschweine in „klein“, „mittel“ und „groß“ erwerben.

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