US-Präsident will Insel Dänemark kaufen

Trumps Griff nach Grönland ist nicht so neu

Washington. Als der erste Bericht auftauchte, sprach Lars Løkke Rasmussen noch voller Überzeugung von einem verfrühten April-Scherz. Der frühere dänische Ministerpräsident hatte im „Wall Street Journal“ davon gelesen, dass US-Präsident Donald Trump darüber nachdenke, Grönland zu kaufen.

Drei Tage später wurde Rasmussen eines Besseren belehrt.

Am Sonntag bestätigte der US-Präsident, dass über einen etwaigen Kauf der größten Insel der Welt, zwischen Island, Nordkanada und dem Nordpol, gesprochen worden sei. „Im Grunde wäre es ein großes Immobiliengeschäft“, erklärte Trump. Grönland koste Dänemark viel Geld, jährlich 700 Millionen Dollar. „Und strategisch wäre es für die USA schön.“

Die Idee, Grönland zu kaufen, hört sich verrückt an, ist aber gar nicht so neu. 1946 boten die USA unter Präsident Harry Truman Dänemark, zu dem Grönland trotz weitgehender Autonomie gehört, 100 Millionen Dollar dafür an. Obwohl die Insel, die im Englischen zwar „Greenland“ heißt, zu großen Teilen aus Eis besteht, ist sie für die USA wirtschaftlich und strategisch interessant.

top