Leserbrief

Wunsch zu helfen muss Motiv sein

„Eine Berg- und Talfahrt der Gefühle“, PM vom 4. Februar, und weitere Berichte zum Thema

Ich habe meiner Tochter Bettina 1995 eine Niere gespendet. Sie war damals 35 Jahre alt. Meine Tochter litt unter der Autoimmunkrankheit „Lupus erythematodes“ und hatte zum damaligen Zeitpunkt bereits zehn Jahre Dialyse vorzuweisen.

Für sie war die Operation ein großes Risiko und für mich mit damals 62 Jahren ebenso. Bettina hatte nach der Nierenspende noch acht Jahre lang ein schönes Leben. Meine Wehwechen (darunter ein Infarkt in der verbliebenen Niere) habe ich dafür gerne in Kauf genommen. Ich bin übrigens inzwischen 85 Jahre alt.

Bei einer Nierenspende sollte die Liebe zu dem Empfänger der Spende und der Wunsch, zu helfen, die entscheidende Rolle spielen – auf keinen Fall sollte ein Geschäft daraus werden.

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