Programm für mehr Klimaschutz

Markus Söder lässt die CSU ein wenig ergrünen

Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident und CSU-Chef FOTO: dpa / Peter Kneffel

Feldafing.

Der ergrünte Markus Söder wirkt sehr zufrieden mit sich. „Das war heute ein sehr wichtiger Tag für die CSU“, sagt der Parteichef mit staatstragend-ernster Miene. „Unglaublich geschlossen“ sei seine Partei, das mache ihn auch ein bisschen stolz. Die CSU betreibe nun „Klimaschutz mit offenem Herz und scharfem Verstand“ – und sie „wolle echte geistige Orientierung für die Zukunft geben“. Kurz zuvor ist eingetreten, womit zwar alle gerechnet hatten, aber vielleicht nicht in dieser Deutlichkeit: Der CSU-Vorstand hat die neue „Klimastrategie“ der Partei gebilligt – einstimmig.

Fakt ist: Söder hat seine Partei in den vergangenen Wochen und Monaten merklich ergrünen lassen. Erst das große Artenschutz-Paket, mit dem er auf das bayerische Volksbegehren „Rettet die Bienen“ reagierte. Trotz anfänglicher innerparteilicher Widerstände setzte er das Gesetzespaket und damit seinen politischen Kurs letztlich durch.

Und nun der Klimaschutz: Auch den hat Söder schon vor langer Zeit zur Chefsache gemacht, hat Richtung und Tempo vorgegeben. Der CSU-Chef wollte zum einen wohl nicht länger zusehen, dass die Grünen lange Zeit von Umfragerekord zu Umfragerekord eilten. Zum anderen hat er schneller als andere die Brisanz des Themas erkannt, und dass der Klimaschutz viele Menschen bewegt, vor allem Jugendliche.

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