Über Ambitionen und offene Stellen

„Ich bin ein Brakelsieker“

FOTO: SZ / Robby Lorenz

Wer mal zu einem Interview bei der Bundeskanzlerin gewesen ist, der kennt den Trick: Angela Merkel greift stets zur Kaffeekanne und kredenzt den Interviewern ein Tässchen. Denn oft ist auch ein Fotograf anwesend, wie vergangene Woche beim Interview mit einer Wochenzeitung.

Merkel weiß, das gibt ein schönes, menschelndes Bild, das gerne gedruckt wird. Mit der Unterzeile: „Die Kanzlerin schenkt ein.“ Man kann es aber auch so sehen: Sie ist halt nur höflich und eine gute Gastgeberin.

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erzählte auf der Grünen Woche dies: „Wie Sie wissen, lebe ich in Berlin und arbeite in Bellevue, aber eigentlich komme ich aus Brakelsiek, einem Dorf im südöstlichen Lipperland.“ Auf dem dortigen Bolzplatz habe er früher „stundenlang den Ball hin und her gekickt“. Auch wenn er viel in der Welt herumgekommen sei, „im Herzen ist das meine Heimat geblieben“. In Anlehnung an John F. Kennedy hätte er noch ergänzen können: „Ich bin ein Brakelsieker.“

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