Als Regierungssprecher hat man einen ähnlichen Knochenjob wie als Kanzlerin. Man muss halt auch nächtelang durchhalten, wenn die Chefin in Verhandlungen sitzt. Steffen Seibert wurde jetzt gefragt, ob er sich manchmal wünsche, dass Angela Merkel den Trump mache – also wie der US-Präsident öfter mal ihre Zeit auf dem Golfplatz verbringe. Seibert antwortete goldrichtig: „Das fällt mir mehr schwer, mir vorzustellen.“ Wo er Recht hat, hat er Recht.


Jens Spahn hat mal wieder gespürt, dass Gesundheit und Pflege eine „komplexe Veranstaltung“ sind. Neulich konnten Bürger den Gesundheitsminister in der Bundespressekonferenz löchern. Anschließend zog der Gesundheitsminister dieses Fazit: „Es gibt 80 Millionen Gesundheitsminister ähnlich, wie es 80 Millionen Bundestrainer gibt.“ Irgendwie habe jeder eine Erfahrung und eine Idee einzubringen. Die Tore muss Spahn freilich schon selbst schießen.

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