Berliner Notizen

Angela Merkel und der Trabant

Kopf Vetter FOTO: SZ / Robby Lorenz

Auch Angela Merkel hatte zu DDR-Zeiten einen Trabant bestellt. Das machten viele junge Ostdeutsche. Denn wegen notorisch wirtschaftlicher Engpässe konnte die Wartezeit für den „Trabi“ locker bei 15 Jahren liegen.

Viele wurden am Ende gar nicht mehr ausgeliefert, weil der Untergang der DDR dazwischenkam. Auch bei Merkel. „Meine eigene Trabant-Bestellung hat sich zu DDR-Zeiten nicht mehr realisiert“, erklärte die Kanzlerin jetzt schmunzelnd. Der „Trabant 601“ hieß halt deshalb so, weil von 601 Leuten, die ihn geordert hatten, nur einer die „Pappe“ kriegte.

Die CDU leidet bekanntlich unter einem Führungsvakuum. Jedenfalls ist Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer mit allerlei Vorwürfen konfrontiert. Als dem Parlamentarischen Unions-Geschäftsführer, Michael Grosse-Bröhmer, am Dienstag beim Frühstück mit Journalisten deshalb eine „weitere Sozialdemokratisierung“ der Christdemokraten vorgehalten wurde, konterte der: Anders als bei der SPD wechsele man „nicht alle drei Wochen den Vorsitzenden aus“. Nun, was nicht ist, kann ja noch werden.

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