Trinkgeld

Trinkgelder sind ein freiwilliger Dank

Wenn Service und Essen sehr zu wünschen übrig lassen, kann der Gast seine Unzufriedenheit dadurch ausdrücken, dass er kein Trinkgeld gibt. Ein üppiges Trinkgeld zeugt hingegen von Wertschätzung.FOTO: dpa / Stephanie Pilick

Berlin. Kein Gast ist verpflichtet, Beschäftigten in der Dienstleistungsbranche ein Trinkgeld zu geben. Es gehört bei gutem Service jedoch zum guten Ton. In gewissen Fällen müssen Trinkgelder versteuert werden.

(dpa) Für überzeugende Arbeit oder guten Service gibt es als Dankeschön oft Trinkgeld. Für viele gehört das zum guten Ton. Eine Pflicht, ein paar Euro als Extra im Restaurant, im Taxi oder beim Friseur zu geben, existiert aber nicht. „Trinkgeld ist ein freiwillig vom Gast gezahlter Betrag, der Auskunft über seine Zufriedenheit gibt“, sagt der Berliner Rechtsanwalt Mathis Ruff.

Der Empfänger kann einen Obolus dennoch häufig gut gebrauchen. „Viele, die im Dienstleistungsbereich angestellt sind, bekommen gerade einmal den Mindestlohn, oder sie sind geringfügig beschäftigt“, erklärt Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen.

Doch wie viel Trinkgeld ist angemessen? „Mit zehn Prozent, bezogen auf den Rechnungsbetrag, liegt der Gast im Restaurant selten falsch“, erläutert Sophia Mecchia von der Stiftung Warentest. Aber in einigen Fällen kann es auch etwas weniger sein. Zum Beispiel, wenn die Rechnung im drei- oder vierstelligen Bereich liegt. „Dann sinkt der gängige Satz auf ungefähr fünf Prozent“, sagt Mecchia.

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