Erbrecht

Die Befugnis eines Nachlasspflegers

Düsseldorf. (dpa) Sind die Erben unbekannt, ordnet das Gericht eine sogenannte Nachlasspflegschaft zur Verwaltung des Nachlasses an. Der Nachlasspfleger kümmert sich dann auch um Geldanlagen. Diese darf er jedoch nicht generell umschichten, sondern muss sie vorrangig erhalten.

Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Erbrecht im Deutschen Anwaltverein hin.

Nur Anlagen, bei denen große Schwankungen zu befürchten sind oder bei denen es konkrete Anhaltspunkte für eine Verschlechterung gibt, darf der Nachlasspfleger in andere Anlagen umschichten. Das hat das Oberlandesgericht Düsseldorf entschieden (Az.: 3 Wx 8/19).

Im verhandelten Fall hatte eine Frau unter anderem ein Depot hinterlassen, das Rentenanleihen beinhaltete. Da ihre Erben unbekannt waren, ordnete das Nachlassgericht eine Nachlasspflegschaft an. Der Nachlasspfleger beantragte, das Depot auflösen und das Geld sicherer anlegen zu dürfen.

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