Tipps gegen unerwünschte Werbung

So wird die Werbeflut eingedämmt

Und schon wieder ist der Briefkasten vollgestopft mit Prospekten. In solchen Fällen kann schon ein Aufkleber helfen, der Werbung und Handzettel verbietet. FOTO: dpa-tmn / Christin Klose

Kiel. Werbung am Telefon, an der Haustür oder im Briefkasten möchten viele Menschen nicht. In einigen Fällen können Verbraucher gegen die Unternehmen vorgehen. Wer sparsam mit seinen Daten umgeht, kann Werbeversuche verhindern.

() Abends klingelt das Telefon und am anderen Ende der Leitung will ein Call-Center-Mitarbeiter etwas verkaufen. Das finden die meisten Verbraucher genauso ärgerlich wie unerwünschte Werbung im Briefkasten oder per E-Mail. Betroffen sind viele: Laut einer repräsentativen Umfrage des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen wurde bereits mehr als die Hälfte der Deutschen unaufgefordert von Unternehmen kontaktiert.

Besonders häufig geht es bei den Werbemaßnahmen um neue Telefonverträge, Energieversorgung oder Glücksspiele. „Die Tendenz ist steigend“, sagt Carolin Bongartz von der Bundesnetzagentur. Im Jahr 2017 verzeichnete die Behörde knapp 57 500 Beschwerden über unerwünschte Werbeanrufe – doppelt so viele wie 2016. Eine Mitteilung an die Bundesnetzagentur ist eine Option, mit unerwünschter Werbung umzugehen. Noch besser ist es, Anrufen und Hausbesuchen vorzubeugen. Denn Unternehmen dürfen Kunden nicht einfach anrufen, erklärt Peter Brammen von der Wettbewerbszentrale. „Ein Verbraucher muss aktiv und bewusst erklären, über welche Kanäle er zu welchem Zweck kontaktiert werden darf.“

Die Einwilligung darf also nicht im Kleingedruckten versteckt sein. Es muss konkret aufgeführt werden, dass das Unternehmen zum Beispiel telefonisch oder per E-Mail Kontakt aufnehmen darf, um etwa über neue Angebote zu informieren. Im Internet sind bereits vorgesetzte Häkchen verboten, der Nutzer muss selbst das Kästchen anklicken. Eine einmal erteilte Einwilligung lässt sich außerdem jederzeit widerrufen.

(dpa)
top