Sicherheitsforscher warnen

Ortungsgeräte spionieren Nutzer aus

Computeruhren warten mit zahlreichen Funktionen auf. Achtet der Hersteller jedoch nicht ausreichend auf die Datensicherheit, kann der tragbare Mini-Computer zum Überwachungsgerät werden.FOTO: dpa / Kay Nietfeld

Prag/Düsseldorf. Per Satellit lässt sich der Standort von Smartphone und Co. genau bestimmen. Das bringt erhebliche Risiken mit sich.

Sie können enorm praktisch, aber auch äußerst gefährlich sein: GPS-Tracker – Satellitensender, deren Position sich über das Internet genau nachverfolgen lässt. Solche Ortungssender gibt es als eigenständige Geräte, oft sind sie auch in Smartphones oder in Computeruhren verbaut. Die Satellitenverfolgung soll es ermöglichen, verlorene Gegenstände oder sogar vermisste Personen wiederzufinden. Über eine App oder eine Internetseite lassen sich die Standortdaten jederzeit abrufen.

Manche Eltern geben ihren Kindern einen GPS-Tracker mit, um immer ein Auge auf den Nachwuchs zu haben. Einige Geräte sind auch mit einem Notrufknopf ausgestattet, mit dem der Träger um Hilfe rufen kann. Oft sind GPS-Tracker auch mit einem Mikrofon ausgestattet, um mit dem Gerät Telefonieren zu können, sofern es mit einem Smartphone verbunden ist. Mit dem Satelliten-Ortungssystem sind auch viele Fitnesstracker ausgestattet. Diese Computeruhren sind darauf ausgelegt, die körperliche Ertüchtigung des Trägers zu überwachen.

Bei Verbraucherschützern sind Smartwatches und Fitnessuhren umstritten. Solche Geräte und die dazugehörigen Apps erheben eine Fülle sensibler personenbezogener Daten, die dann auf den Servern der Anbieter gespeichert werden, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Zudem liefern viele Geräte und Apps auch Daten an Dritte. Das sei bedenklich, da die Nutzer fast nie wissen, welche Daten gespeichert und weitergegeben werden, kritisieren die Verbraucherschützer.

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