Orthopäden warnen

Bewegung kann gegen den Handy-Nacken helfen

Ein Handy-Nacken kann viele Ursachen haben. Doch mit Sport lässt sich den Verspannngen vorbeugen.FOTO: dpa-tmn / Christin Klose

Berlin. Orthopäden warnen: Wer zu lange mit gesenktem Kopf auf das Smartphone oder Tablet starrt, riskiert schmerzhafte Verspannungen.

() Laut einer Studie des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) haben die Deutschen das Smartphone immer öfter in den Händen. Unter den knapp 1000 Befragten benutzen 79 Prozent das Handy wochentags. 2018 und 2016 waren es nur 69 Prozent. Am Wochenende ist das Smartphone zwar nur bei 71 Prozent der Befragten in Gebrauch, aber im Vergleich zu 2016 sind das 19 Prozent mehr.

Doch wer stundenlang auf sein Smartphone, Tablet oder E-Book schaut, riskiert einen sogenannten Handy-Nacken. Die schmerzhaften Verspannungen lassen sich aber recht einfach vermeiden.

Für Orthopäden ist das Thema ein alter Hut. Denn Verspannungen können in vielen Situationen entstehen, egal, ob man ungünstig auf den Computerbildschirm oder das Handy schaut. „Die Ursache ist immer fehlende Bewegung bei gleichzeitiger Zwangshaltung mit einseitiger Überlastung der Muskulatur“, so Bernd Kladny, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Diese Last kann dem gesamten Rücken schaden: „Die Wirbelsäule greift wie ein Zahnrad ineinander. Das heißt: Wenn eine Stelle zu einseitig oder auch zu wenig bewegt wird, hat es Einfluss auf andere Bereiche der Wirbelsäule“, erläutert Kladny.

(dpa)
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