Tipps für den Arbeitsalltag

Richtige Kommunikation unter Kollegen

Halbe oder ganze Tage im Büro: Damit unterschwellig keine Konflikte entstehen, sollten Teilzeit- und Vollzeitkräfte eines Teams aufeinander zugehen. FOTO: dpa-tmn / Klaus-Dietmar Gabbert

Köln/Hannover. Arbeiten Teilzeit- und Vollzeitkräfte im Team zusammen, können sich unterschwellig Konflikte aufbauen, die von schlechtem Gewissen, dem Gefühl benachteiligt zu werden bis hin zu heimlichem Groll reichen. Doch was hilft?

() Jeden Tag von 9 bis 17 Uhr arbeiten, man kommt und geht gemeinsam mit den Kollegen, alle haben am Ende die gleiche Stundenanzahl auf dem Zettel: So sieht der Alltag in vielen Unternehmen längst nicht mehr aus. Arbeitnehmer haben unter bestimmten Voraussetzungen – etwa wenn sie länger als sechs Monate im Betrieb sind und dieser mehr als 15 Mitarbeiter hat – einen Anspruch darauf, zumindest für begrenzte Zeit in Teilzeit zu arbeiten. So kommt es, dass heute ein Kollege 100 Prozent arbeitet, der andere 30 Stunden und wieder ein anderer halbtags beschäftigt ist. Das bietet viele Vorteile für jeden einzelnen Mitarbeiter. Schließlich lässt die Arbeitszeit sich heutzutage wohl besser denn je an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Für ein Team kann das aber auch Konflikte mit sich bringen.

Im Kern geht es dabei meist um zwei Probleme: Auf der einen Seite haben Mitarbeiter in Teilzeit unter Umständen das Gefühl, keine verantwortungsvollen Aufgaben mehr zu bekommen und wichtige Information zu verpassen. Bei den Vollzeitkräften dagegen herrscht Unmut, weil sie vielleicht glauben, die Arbeit des Teilzeit-Kollegen zusätzlich machen zu müssen.

Die wichtigste Grundregel, damit Konflikte möglichst gar nicht erst entstehen, ist laut Bernd Slaghuis, Karrierecoach aus Köln: „Klarheit schaffen.“ Das gilt vor allem für das innere Bewusstsein. Wer Teilzeit arbeitet, müsse sich darüber klar sein, dass er auch mit weniger Stunden leistungsstark und eine Hilfe für das Team sein kann. Dann könne er auch besser mit den Schwierigkeiten umgehen, die sich mit der Teilzeit ergeben. „Wer sich für weniger Stunden entschieden hat, sollte sein Arbeitspensum dann auch tatsächlich anpassen und liegen gebliebene Aufgaben nicht zu Hause erledigen.“

(dpa)
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