Urheberrecht

Selfies im Museum sind oft verboten

Zwei Besucherinnen fotografieren sich im Horst-Janssen-Museum Oldenburg vor dem Bild „Das Problem der Menschen“ des Künstlers Horst Janssen. Nicht in jedem Museum ist Fotografieren erlaubt.FOTO: dpa / Mohssen Assanimoghaddam

Berlin. Kunstfotos aus Museen darf man nur selten veröffentlichen. Es gilt das Urheberrecht.

(dpa) Im Museum zu fotografieren, ist bei Besuchern beliebt, aber nicht immer erlaubt. Auf Grundlage des Hausrechts können Aufnahmen untersagt werden, erläutert das Urheberrechtsportal irights.info. Gibt es eine Genehmigung vom Museum, ist das Fotografieren für private Zwecke erstmal in Ordnung. Dabei ist aber das Urheberrecht zu beachten. Dieses erlischt bei eigenständigen Werken erst 70 Jahre nach dem Tod eines Künstlers. Bis dahin sind Veröffentlichungen und Verwertungen eines Kunstwerks dem Künstler selbst oder seinen Erben vorbehalten oder bedürfen deren Genehmigung.

Wer also das Foto eines urheberrechtlich geschützten Kunstwerks ohne Genehmigung zum Beispiel bei Instagram oder Facebook veröffentlicht, kann vom Rechteinhaber deshalb teure Abmahnungen erhalten und dazu verpflichtet werden, das Bild in dem sozialen Netzwerk wieder zu löschen.

Ist der Künstler seit mindestens 70 Jahren tot, sind seine Werke gemeinfrei. Dann darf man Fotos dieser Werke veröffentlichen. Man muss aber beachten, ob das Museum ein Fotografierverbot verhängt hat. Das hat kürzlich der Bundesgerichtshof entschieden (Az.: I ZR 104/17).

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