Teure Zinsen vermeiden

Preiswerte Alternativen zum Dispokredit

Frankfurt. Steht das Girokonto im Minus, ist ein Dispokredit finanziell nicht unbedingt die günstigste Variante.

() Unerwartete Ausgaben können das Girokonto schnell ins Minus ziehen. Zwar verfügen die meisten über einen Dispokredit, doch der hat seinen Preis. „Je nach Bank müssen Verbraucher Zinsen von bis zu 13 Prozent zahlen“, sagt Max Herbst von der unabhängigen FMH-Finanzberatung in Frankfurt. Sofern ein Bankkunde einen solchen ­Dispokredit hat, kann er ihn ohne weitere Rücksprache mit der Bank nutzen. „Er sollte aber immer nur kurzfristig zum Einsatz kommen“, rät Sylvie Ernoult vom Bundesverband deutscher Banken. Steht das Girokonto permanent im Minus, müsse man sich nach Alternativen umschauen.

Ein Ratenkredit etwa ist ein Darlehen, das Privatkunden in einer Summe zur Verfügung gestellt bekommen. Der Kreditnehmer zahlt eine monatliche Rate bei einem festen Zinssatz über einen vertraglich festgelegten Zeitraum. „Das können beispielsweise 24, 48 oder 72 Monate sein“, erläutert Laag. Am Ende der Laufzeit ist der Kreditnehmer schuldenfrei. Vorzeitige Tilgungen sind möglich, hierfür verlangt das Geldinstitut aber oft eine Vorfälligkeitsgebühr in Höhe von maximal einem Prozent. „Die Vertragsart ist sehr transparent und gibt dem Kreditnehmer Planungssicherheit“, sagt Laag. Und die Zinsen sind deutlich niedriger als beim Dispokredit:

Beim Abrufkredit gibt es, ähnlich wie beim Dispokredit, eine unbefristete Kreditlinie, die der Verbraucher ohne weitere Rücksprache mit der Bank in Anspruch nehmen darf. Es handelt sich aber um ein Kreditkonto, das getrennt vom Girokonto läuft. „Zinsen zahlen Bankkunden wie beim Dispokredit nur auf den in Anspruch genommenen Betrag“, erläutert Laag.

(dpa)
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