Pilotversuch in steilen Weinanbau-Gebieten

Steilhang-Winzer hoffen auf Drohnen

Drohnen könnten bald den Pflanzenschutz auf steilen und schwer zugänglichen Weinbergen überwachen. FOTO: dpa / Silas Stein

Bernkastel-Kues/Berlin. Bislang müssen mancherorts Hubschrauber eingesetzt werden, um den Pflanzenschutz in Weinbergen sicherzustellen. Ob sie bald von Drohnen abgelöst werden, sollen Pilotversuche klären.

Winzer und Behörden sind sich in der positiven Bewertung einig: Drohnen versprechen erhebliche Vorteile beim Pflanzenschutz in den Steillagen der Weinanbaugebiete, etwa an der Mosel. Mit den ferngesteuerten Fluggeräten könne Pilzbefall im Weinberg frühzeitig und zielgenau erkannt werden, erklärt das Bundeslandwirtschaftsministerium. Die Menge eines Pflanzenschutzmittels könne „minimiert werden, da es nicht mehr großflächiger, sondern passgenau appliziert werden kann“.

Zurzeit laufen Versuche zur Wirksamkeit des Rebschutzes mit Hilfe von Drohnen. Dabei sollen optimale Flugrichtung und Flughöhe sowie der notwendige Aufwand von in Wasser gelösten Pflanzenschutzmitteln ermittelt werden. Da die Versuche noch nicht abgeschlossen seien, gebe es noch keine abschließenden Ergebnisse, teilt das Ministerium in Berlin mit.

Für die Steillagen an der Mosel hat der Experte Matthias Porten vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) in Bernkastel-Kues schon erste Erkenntnisse: „Wir wissen, dass wir weniger Abdrift haben.“ Die kleine Drohne passe einfach besser als der bislang noch oft verwendete Hubschrauber zu den kleinteiligen Strukturen im Weinbau. Die Drohne habe auch klare Vorteile hinsichtlich der Lärmentwicklung und der Sicherheit.

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